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Die Informationen aus diesem Bereich stammen aus dem Baden-Württembergischen Verwaltungs-Portal ServiceBW. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert.

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Kinderbetreuungskosten - steuerliche Förderung beantragen

Einleitung

Sie können Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.

Gefördert werden Ausgaben für

  • Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Kinderkrippen und Kinderheimen,
  • Tagesmütter, Wochenmütter oder Ganztagspflegestellen, Kinderpfleger oder -schwestern oder Erzieher,
  • die Beschäftigung von Haushaltshilfen, wenn sie ein Kind betreuen,
  • die Beaufsichtigung des Kindes bei der Erledigung der Hausaufgaben.

Das gilt für

  • Ausgaben in Geld,
  • Sachleistungen, vor allem für die Unterbringung und Verpflegung der Betreuungsperson im Haushalt,
  • Erstattungen an die Betreuungsperson, z.B. deren Fahrtkosten, wenn die Leistungen im Einzelnen in der Rechnung oder im Vertrag aufgeführt sind.

Nicht geltend machen können Sie Ausgaben für

  • Unterricht wie z.B. Schulgeld, Nachhilfe oder Fremdsprachenunterricht,
  • die Vermittlung besonderer Fähigkeiten wie z.B. Computerkurse oder Musikunterricht,
  • sportliche und andere Freizeitbetätigungen wie z.B. Mitgliedschaft in Sportvereinen, Tennis- oder Reitunterricht,
  • die Verpflegung oder Fahrtkosten des Kindes.

Kinderbetreuungskosten werden in Höhe von 2/3 der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro je Kind und Jahr, gefördert.

Lokale Zuständigkeit

Zuständigkeit

das Finanzamt, das für Ihre jährliche Veranlagung zur Einkommensteuer zuständig ist

Voraussetzung

Das Kind

  • lebt in Ihrer Wohnung oder ist mit Ihrer Einwilligung vorübergehend auswärts untergebracht, z.B. in einem Internat. Bei nicht zusammenlebenden Elternteilen kommt es grundsätzlich darauf an, bei welchem Elternteil das Kind gemeldet ist
  • ist nicht älter als 13 Jahre oder wenn es sich wegen einer zuvor eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht selbst unterhalten kann, nicht älter als 24 Jahre.

Hinweis: Liegen die Voraussetzungen für die Förderung nur für einen Teil des Kalenderjahres vor, z.B. weil das Kind im Juli des Kalenderjahres 14 Jahre alt wird, sind nur 2/3 der im Zeitraum von Januar bis Juli angefallenen Kinderbetreuungskosten förderfähig, begrenzt auf den Höchstbetrag von 4.000 Euro.

Ablauf

Sie müssen die Förderung in Ihrer Einkommensteuererklärung auf der Anlage Kind beantragen. Liegen die Voraussetzungen vor, mindern die anzuerkennenden Kosten Ihre Einkünfte in Ihrer Steuerberechnung.

 

Unterlagen

  • Rechnung
  • Nachweis der Zahlung durch Überweisung oder Verrechnungsscheck. Barzahlungen und Barschecks erkennt das Finanzamt nicht an. Das bedeutet, dass Sie die Rechnungen und Zahlungsnachweise nur auf Verlangen des Finanzamtes vorlegen müssen.

Als "Rechnung" gelten auch:

  • der Arbeitsvertrag bei einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis oder einem Minijob
  • der Gebührenbescheid, z.B. über die zu zahlenden Kindergartengebühren
  • eine Quittung, etwa über Nebenkosten zur Betreuung
  • bei Au-pair-Verhältnissen der Au-pair-Vertrag, aus dem ersichtlich ist, welcher Anteil der Gesamtaufwendungen auf die Kinderbetreuung entfällt

Frist

Wenn Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, müssen Sie Ihre Einkommensteuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahres abgeben.

Sind Sie nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, können Sie Ihre Einkommensteuererklärung noch im Laufe der auf das zu veranlagende Steuerjahr folgenden vier Jahre bei Ihrem Finanzamt abgeben.

Sonstiges

Haben Sie als Eltern keinen gemeinsamen Haushalt, steht der Höchstbetrag dem Elternteil zu, zu dessen Haushalt das Kind gehört. Der andere Elternteil hat keinen Anspruch auf Förderung von Kinderbetreuungskosten, weil das Kind nicht zu seinem Haushalt gehört.

Gehört das Kind zum Haushalt beider Elternteile, kommt es zu einer Halbteilung des Höchstbetrags, das heißt, jedem Elternteil steht ein Höchstbetrag von 2.000 Euro zu, es sei denn, sie beantragen übereinstimmend eine andere Aufteilung des Höchstbetrags.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Steuerliche Tipps für Familien“.

Rechtsgrundlage

§ 10 Abs. 1 Nr. 5 Einkommensteuergesetz (EStG) - Sonderausgaben