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Ingersheim erhält Zertikat als familienfreundliche, demografiesensible und bürgeraktive Kommune

13.10.2015 – 15.11.2015

Insgesamt 20 Modellkommunen erhalten Auszeichnung für wegweisende Zukunftskonzepte

 

Auf einer Festveranstaltung am 30 September „Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften in unseren Städten und Gemeinden“ zeichnete Jürgen Lämmle, Ministerialdirektor im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, 20 Städte und Gemeinden für die Entwicklung wegweisender kommunaler Zukunftskonzepte aus. Die Modellkommunen haben gemeinsam mit ihrer Bürgerschaft Konzepte für den demografischen Wandel entwickelt, um Familien zu entlasten, ältere Menschen zu unterstützen und Neubürger willkommen zu heißen. Vor Ort entstehen Familien- und Mehrgenerationenhäuser, Bürgergemeinschaften und Generationennetzwerke, Welcome Center und Willkommenspatenschaften. Die heute ausgezeichneten Städte und Gemeinden haben hierzu im Rahmen des Landesprojekts

„Managementverfahren familienfreundliche, bürgeraktive und demografiesensible Kommune“, das im Auftrag des Sozialministeriums durchgeführt wird, eine zwölfmonatige Vor-Ort-Beglei- tung sowie ergänzende Beteiligungs- und Qualifizierungsveranstaltungen erhalten. Das Kommunale Managementverfahren arbeitet damit wie ein Audit im Unternehmensbereich.

 

„Es ist uns gemeinsam gelungen, die Bürgerinnen und Bürger verstärkt dafür zu gewinnen, an der Gestaltung des demografischen Wandels und der Zukunft ihrer Kommune mitzuarbeiten“, so Lämmle. „Die Projekte, die derzeit entstehen, sind sehr vielversprechend. Mit der heutigen Auszeichnung wollen wir hierzu weiteren Ansporn geben“, sagte Lämmle bei der Überreichung der Zertifikate. Ausgezeichnet wurden Allmersbach im Tal, Bad Saulgau, Bad Wildbad, Buchen, Burgstetten, Emmingen-Liptingen, Forbach, Friedenweiler, Güglingen, Ingersheim, Külsheim, Künzelsau, Lahr, Müllheim, Salach, Spraitbach, Steinmauern, Sulz am Neckar, Unlingen und Unterensingen.

 

Foto: Statitisches Landesamt

 

Bei der Ehrung im Neuen Schloss unterstrich Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung, die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements bei der Gestaltung des demografischen und gesellschaftlichen Wandels. Kruse stellte hierzu erste Leitgedanken aus dem Siebten Altenbericht der Bundesregierung vor, der in wenigen Wochen erscheinen wird. Angesichts der rasant fortschreitenden Alterung unserer Gesellschaft bräuchten die Kommunen dringend bürgerschaftliche Netzwerke und sorgende Gemeinschaften, um dem künftigen Hilfe- und Pflegebedarf im Alter gerecht zu werden. Solche ehrenamtlich getragenen Engagement- und Hilfenetzwerke sollen ältere Menschen in Gemeinschaft einbinden, mit Alltagshilfen, Fahrdiensten und Tagesbetreuung begleiten und damit auch pflegende Angehörige entlasten.

 

„Auch angesichts der Flüchtungssituation wird deutlich, wie es gelingen kann, dass Land, Kommunen und Bürgergemeinschaften gemeinsam Konzepte und Ideen umsetzen“, betonte Lämmle. „Daher freut es mich besonders, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Modellkommunen auch zahlreiche Projekte für eine gemeinsame Neubürgerbegrüßung und Willkommenskultur entwickelt haben“, so Lämmle abschließend.

 

Projektfortschritt in Ingersheim

 

Mit dem Sloganwettbewerb wird aktuell eine Maßnahme zum Innen- und Außenmarketing aus unserem Handlungskonzept umgesetzt.

Die Arbeitsgruppe „Ingersheim bewegt sich“ setzt sich mit der Verkehrssituation und dem Wegenetz der Gemeinde auseinander und arbeitet an der Zielsetzung eines sicheren, generationenfreundlichen und attraktiv gestaltetem öffentlichen Raum.

Um die Förderung des Gemeinschaftsgefühls im Ort soll es gehen, wenn Mitglieder der Arbeitsgruppe „Ingersheim engagiert sich“ im kommenden Jahr ein neues Fest auf die Beine stellen. Hierzu hat sich bereits ein Orga-Team gebildet, welches derzeit ein Konzept für das Fest ausarbeitet.  Der Erlös des Festes soll einem gemeinnützigen Zweck vor Ort zu Gute kommen. Denkbar sind hier z.B. auch Aufwertungen des öffentlichen Raums in beiden Ortsteilen, für die keine Mittel im Haushalt zur Verfügung stehen. Ansätze und Ideen finden sich in den verschiedenen Handlungsfeldern des Managementverfahrens.

 

Infos zum Projektfortschritt in Ingersheim finden Sie hier.

 

In den Untermenüs „Jung & Alt gemeinsam aktiv“, „Attraktiver Lebens- und Begegnungsraum“ sowie „Gut versorgt in Ingersheim“ sind die Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen der einzelnen Handlungsfelder dargestellt.