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Freunde Laos

Das Schicksal der Familie Kham

18.04.2017

Notfall:                                                                                                                 Februar 2017  

 

Nang (Frau) Wan Kham                                                          

Ban  Dankhog / Muang Khoua und Familie,

nachhaltige Lebenssicherung                                                                                   

Nordost- Laos


 

Die Familie Kham wurde vom Schicksal hart getroffen. Vor Jahren wurden die kleinen Zwillinge zu Verwandten gegeben, da man einfach nicht vier Kinder ernähren konnte. Der Vater war dem Alkohol zugeneigt, besserte sich aber, als er von der Polizei unter Androhung von Gefängnis ermahnt wurde. Seit längerem sind die Zwillinge zurück, der 12 jährige älteste Sohn lebt in einem buddhist.Kloster in der Hauptstadt, wo er auch die Schule besucht. Grossmutter und Onkel leben mit in der Familie. Die Existenzgrundlage stellt der Anbau von Kardamom dar.

 

Ende 2016 kam der Vater bei einem Bootsunfall ums Leben. Das Boot kenterte, mehrere Menschen ertranken, nur der Bootsführer überlebte. Die Bootsladung, bestehend aus Kardamomschößlingen, die die Familie gezogen hatte, ging komplett verloren. Die Leiche des Vaters wurde nicht gefunden, was bei den spiritistischen Kmu, (die Ethnie, denen die Familie angehört), eine grosse Belastung darstellt. Menschen, die kein „normales“ Ende finden, sind als ruhelose Wesen unterwegs.

 

Eine weitere Unsicherheit stellt der baldige, erzwungene Umzug des Dorfes wegen eines chinesischen Dammbaues dar. Es ist noch unklar, wie die Zukunft aller Menschen im Dorf aussieht. Die Maßnahme betrifft sechs Orte.

 

Zum Glück befinden sich die Anbauflächen sehr weit oberhalb des Dorfes, sodass sie keinesfalls überflutet werden. Nur ein kleines Stück, das weiter unten von der der Familie genutzt wird, wird verschwinden. Frau Kham kann oben in der Nähe ihrer bestehenden Kulturen weitere Flächen roden lassen, braucht dazu aber Hilfe.

 

Wenn sie diese Hilfe bezahlen kann, sieht es für die Zukunft der Familie gut aus. Kardamom ist international begehrt und wird in Laos zu einem guten Preis gehandelt. Außer dem Patenschaftsgeld für die Zwillinge (deutsche Pateneltern) stehen Frau Kham 500 Euro von uns zur Verfügung, im November erhielt sie bereits als erste Hilfe eine Anweisung von 200 Euro. Das Geld wird von unserem Vertrauensmann, Mr. Kammanh, verwaltet und bei Notwendigkeit zur Verfügung gestellt.

 

Haustiere werden wir nach gemeinsamer Beratung nicht finanzieren, da es in Laos in der Regenzeit häufig zu Tierseuchen mit hohen Verlusten kommt und dadurch eine Nachhaltigkeit für die Familie nicht gewährleistet ist.

 

Wir sind mit unserem Vertrauensmann immer verbunden, können die Situation im Auge behalten und wenn nötig weitere Schritte veranlassen.

 

Wir haben Frau Kham eine „little sun“ Solarlampe mitgegeben, so kann sie bei später Heimkehr vom Feld besser nach Hause kommen.

 

Gefragt, wann sie wieder heiraten könne und wolle, erhielten wir die Antwort „in drei Jahren“. Dies gebietet dieTradition der Kmu Ethnie.

 

Wir hoffen, dass sich für die Familie das Blatt zum Positiven wendet und werden sie weiter begleiten.

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