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ARCHIV: Arbeitskreis Asyl

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Bericht 05/17

16.05.2017 – 30.05.2017

Café International am 5.5.17

Unser „Café International“ im Mai war wieder ein gelungener Nachmittag für alle Flüchtlinge, Mitarbeiter des Arbeitskreises Asyl und für die neugierigen Besucher.

Die etwa 40 Teilnehmer konnten sich an einem reichlichen Buffet mit arabischen, afghanischen und schwäbischen Spezialitäten erfreuen.

Unser „Café International“ findet einmal im Monat statt und ist ein Begegnungsort für die Flüchtlingsfamilien, die in Ingersheim leben, aber auch für alle anderen Interessierten, um die Menschen, die jetzt bei uns wohnen, kennenzulernen. Die Flüchtlinge sind offen, Fragen zu beantworten, weshalb sie geflüchtet sind, welche Schwierigkeiten sie noch haben, aber auch was für positive Erfahrungen sie bis jetzt gemacht haben.

  

 

Flüchtlingsfamilien in Ingersheim

In den kommenden Wochen möchten wir einzelne Familien, die in Ingersheim leben, im Amtsblatt vorstellen.

Als erste Familie hat sich Familie Babari bereiterklärt, etwas über sich zu erzählen.
Die vierköpfige Familie ist seit 3 Jahren in Deutschland und lebt seit etwa einem Jahr in Ingersheim, in der Dachgeschosswohnung bei Opa Rühle Senior, ehemaliger Gemeinderat und früherer Feuerwehrkommandant.

Elahe und Hossein haben zwei Kinder, Amir Ali mit 7 Jahren und Linda, die 2 Jahre alt ist. Ursprünglich kommen sie aus Baglan, eine Provinz im Norden Afghanistans, wo etwa 900 000 Menschen ihr Zuhause haben. Auch hier haben die Radikalislamistische Taliban die Oberhand.

Der Familienvater war dort Jurist für Kriminalrecht. Sein Traum ist es hier in Deutschland eine Ausbildung zu machen, um dann zum Beispiel als Hilfsanwalt arbeiten zu können. Dazu muss er seine Deutschkenntnisse aber noch verbessern.

Während dem Gespräch haben Elahe und Hossein oft erwähnt wie schlimm es ist, wenn in einem Land seit 40 Jahren Krieg herrscht und dadurch keine ausreichende Schulbildung möglich ist. Viele Menschen sind Analphabeten oder haben nur wenige Jahre eine Schule besucht. Natürlich wirkt sich das auf das allgemeine Bildungsniveau dort aus.

Auf meine Frage, wieso sie nach Deutschland geflohen sind, antwortete Hossein mit einem Wort – Sicherheit.

Afghanistan ist kein sicheres Land. Normale Menschen auf der Straße werden täglich zu Opfern von Anschlägen, Bomben- Angriffen und Kämpfen.

Wir freuen uns zu sehen, dass sich die Familie so gut in Ingersheim integriert. Amir spielt im Verein Fußball und die ganze Familie besucht immer wieder Veranstaltungen, wie zum Beispiel im April den Backhaustag vom BUND.

 

Der Arbeitskreis Asyl

Der AK besteht aktuell aus 18 ehrenamtlich engagierten BürgerInnen aus Ingersheim. Außer der Organisation des Café International, begleiten wir die in Ingersheim lebenden Flüchtlinge (z.B. bei Behördengängen zu Jobcenter, Arbeitsamt, Ausländeramt, Rathaus, Schulanmeldung...), vermitteln sie zu Vereinen und der Jugendarbeit und bieten ergänzende Deutschkurse im evangelischen Gemeindehaus an.

Lernen sie uns kennen beim nächsten Café International am 2. Juni oder bei unseren AK Sitzungen (nächste am Montag, 29.5.), weitere Termine finden sie im Amtsblatt.

Wir freuen uns auf jeden!

 

Jule Hallmann