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Geschichte

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Ersterwähnung und Mittelalter
Schriftlich erwähnt wird Ingersheim zum ersten Mal in einer spätmittelalterlichen Abschrift des Schenkungsbuches des  Klosters Fulda. Darin steht, dass im Jahre 779 ein Ritter Kunibert dem Kloster Liegenschaften in "Ingiheresheim“ geschenkt habe. Wo genau diese Güter lagen, ob auf Groß- oder Kleiningersheimer Markung, lässt sich nicht mehr sagen. Großingersheim scheint jedoch der ältere der beiden Ortsteile zu sein, denn archäologische Funde aus dem 6. und 7. Jahrhundert, wie z.B. zwei merowingische Friedhöfe nördlich und nordöstlich des alten Ortskerns bezeugen eine frühe mittelalterliche Siedlung. Die Namensendung –heim und ebenso die Weihe der Kirche in Großingersheim auf den Frankenheiligen Martin spricht für eine fränkisch-merowingische Gründung. Über Ingersheim im Mittelalter ist wenig bekannt. Der Geschichtsschreiber Martin Crusius berichtet 1595 in seiner  „Schwäbischen Chronik“, Großingersheim hätte eigene Grafen und ein eigenes Gericht gehabt; bisweilen habe es auch den Grafen von Calw gehört. Schriftlich belegt ist jedoch für das 12.Jahrhundert eine alte fränkische Gerichtsstätte. Ihre Existenz weist auf eine überragende Bedeutung des Ortes hin. Auch gibt das im Jahre 1700 erneuerte Markrecht einen Hinweis darauf, dass Ingersheim im Spätmittelalter wichtiger war, als seine spätere dörfliche Erscheinung vermuten lässt. Doch konnte bis heute zweifelsfrei weder der Stammsitz der Grafen von Ingersheim nachgewiesen, noch die Grenzen der in alten Quellen erwähnten Grafschaft Ingersheim skizziert werden.
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Ingersheim unter badischer und kurpfälzischer Herrschaft
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts gehörten Groß- und Kleiningersheim zum Herrschaftsbereich der Markgrafen von Baden. Württembergische Untertanen waren noch in der Minderheit. Bereits im Jahr 1463 - nach dem für die Badener und Württemberger unglücklichen Ausgang des Pfälzischen Erbfolgekrieges - mussten die Markgrafen von Baden ihre Rechte in Ingersheim an die Kurpfälzer abtreten: Im Jahr 1484 erwarben die Kurpfälzer noch den württembergischen Teil und bekamen damit das uneingeschränkte Ortsrecht. Die kurpfälzische Alleinherrschaft dauerte allerdings nur 20 Jahre.

Unter den Württembergern
Denn in Folge des Bayrischen Erbfolgekrieges nahm Ulrich von Württemberg 1504 die beiden Ingersheim in Besitz und verleibte sie dem Amt Bietigheim ein. Kleiningersheim wehrte sich gegen diese Okkupation und wurde zur Hälfte niedergebrannt. Das Haus Württemberg übte von nun an bis 1918 das uneingeschränkte Ortsrecht aus. In der Verwaltungsgliederung gehörten die beiden Ingersheim bis 1810 dem Amt Bietigheim an, danach wurde es dem Oberamt Besigheim zugeschlagen. Seit 1938 gehören sie zum Landkreis Ludwigsburg.

Der Zusammenschluss von Groß- und Kleiningersheim 1972
Zum 1. Januar 1972 schlossen sich die beiden Gemeinden Groß- und Kleiningersheim zusammen. Der Zusammenschluss verlief harmonisch und unproblematisch, vermutlich weil damit eine in den Jahrhunderten gewachsene Verbindung und nur „kurzfristig“ unterbrochene Zusammengehörigkeit wiederhergestellt wurde. Denn erst Anfang des 19. Jahrhunderts, genau im Jahre 1829 hatten sich die Verwaltungen getrennt, hatten sie die Markungsgrenzen festgelegt und die Kleiningersheimer erstmals einen eigenen Bürgermeister und eine eigenständige Verwaltung bekommen.

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Wirtschaft und Lebensgrundlage
Haupterwerbsquelle waren bis in das 20. Jahrhundert die Landwirtschaft, der Weinbau und der Fischfang. Herausragende Bedeutung als „Verkehrsknotenpunkt“ bekam Großingersheim durch seine Lage an der Niederländischen Wein- und Gewandstraße und durch die wichtige Neckarfähre zwischen Pleidelsheim und Großingersheim. Diese lag auf der alten Heer- und Landstraße, die von der reichen Salzsiederstadt Schwäbisch Hall durch den Mainhardter Wald über Bietigheim und Pforzheim nach Speyer bzw. Straßburg führte. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts hatte die Gemeinde von den Württembergern die Fisch- und Fährgerechtigkeiten am Neckar erworben. Einnahmen aus dem Fährbetrieb über den Neckar brachte der Gemeinde gutes Geld, den Gastwirtschaften entlang der Hauptstraße nach Bietigheim regelmäßige Kundschaft. Zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. fanden immer mehr Einwohner Arbeit und Einkommen in den Industriebetrieben des wirtschaftlich aufstrebenden Bietigheim. Das württembergischen Realteilungsrecht hatte viele Höfe zerstückelt, so dass Landwirtschaft nur im Nebenerwerb zu einem Handwerk oder einer abhängigen Lohnarbeit das Auskommen sichern konnte.

Dorfentwicklung
In Großingersheim sind zwei alte Siedlungskerne erkennbar. Der eine liegt in der „Oberstadt“ um den ehemaligen Marktplatz (heute Hindenburgplatz) mit der Kirche, dem alten und neuen  Rathaus (früher stand hier noch die Schule) und der barocken  Gastwirtschaft „Krone“ als markanten Gebäuden. Der andere  Siedlungskern liegt jenseits der Durchgangsstraße Pleidelsheim - Bietigheim im Gebiet der heutigen Straubengasse. Etwas jünger ist die so genannte „Unterstadt“ mit seiner kleinen und engen Bebauung in der Krebs- und Ottergasse. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs der Ort entlang seiner Hauptstraße, mit einem Baugebiet zwischen der neu angelegten Markt- und Großmühlstraße. Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Notwendigkeit, den Vertriebenen und Ausgebombten neuen Wohnraum zu verschaffen, entstanden wie überall große Neubaugebiete.
Kleiningersheim entstand wahrscheinlich im Anschluss an die auf einem Felsvorsprung über dem Neckartal errichteten Burg. Mauerreste datieren die alte Burg in das 12./ 13. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaute der Ritter Caspar Nothaft das Schloss Ingersheim im Renaissance-Stil, der innere Teil ist erhalten geblieben. Weitere An- und Umbauten folgten.
BRÜHL II – Wohnen in einem idyllischen Umfeld

Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken. Alle Informationen stehen als PDF um Download zur Verfügung.  mehr...

zum Tag des Friedhofs...
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bietet Brigitte Popper einen Rundgang über den alten Friedhof von Großingersheim, dem zukünftigen Park der Erinnerung an. Beginn ist am Sonntag, den 19. September um 16.00 Uhr bei der Martinskirche.  mehr...

12. September Tag des offenen Denkmals
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11 Uhr: Großingersheim vom Kirchturm aus betrachtet. 15 Uhr: Spaziergang von Klein- nach Grossingersheim unter dem bundesweiten Motto "Reise, Handel und Verkehr" mehr...

Veranstaltungskalender 2010/2011

Der neue Veranstaltungskalender ist da !! mehr...

Rathaus geschlossen

Wegen des Bietigheimer Pferdemarktes bleibt das Rathaus am Montagnachmittag, 6. September 2010, geschlossen. mehr...

Gemeinderatssitzung am 07.September 2010
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Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Dienstag, 07. September 2010 um 19.00 Uhr im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses statt. mehr...

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