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Ingersheimer Amtsblatt

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Persönliche Erklärung zur Bürgermeisterwahl 2020

27.09.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

im Frühjahr 2020 steht in Ingersheim die nächste Bürgermeisterwahl an.

 

Seit dem 02. Mai 1996 darf ich dieses Amt, jeweils durch Sie in 2004 und 2012 bestätigt, wahrnehmen.

 

Nach reiflicher Überlegung und in Abstimmung mit meiner Ehefrau, die meine beruflichen Aktivitäten in all den Jahren immer mitgetragen hat, muss ich Ihnen mitteilen, dass ich für eine weitere, dann vierte Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

 

Das Amt des Bürgermeisters in einer Gemeinde stellt zu jedem Zeitpunkt eine Herausforderung dar, einer Aufgabe, der ich mich immer mit Herzblut und Engagement für „meine" Gemeinde gestellt habe.

 

Vieles konnte in diesen fast 24 Jahren mit einer jeweils starken Unterstützung aus dem Gemeinderat und großer Bevölkerungsteile erreicht werden. Als großen Pluspunkt habe ich dabei immer auf eine leistungsbereite, stets loyale Verwaltung und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Aufgabenfeldern vertrauen dürfen. Wir haben beispielsweise gemeinsam Schwerpunkte bei der Etablierung von Angeboten für die ältere Generation und bei der Kinderbetreuung setzen können, die über unseren Ort hinaus wirken. Manches anderes ließ sich, auch angesichts von Rahmenbedingungen, die andere gesetzt haben, nicht gestalten oder harrt weiter der Umsetzung.

 

Gemeindeentwicklung ist nichts Statisches und nicht alle Aufgabenfelder können gleichzeitig bearbeitet werden bzw. müssen auch im Rahmen finanzieller Möglichkeiten und Zeiträume betrachtet werden. 

 

Manches befindet sich in Bewegung oder ist auf den Weg gebracht worden.

 

Gerne hätte ich mich dabei mit einem engagierten Gemeinderat und mit Ihrer Unterstützung weiter eingebracht. Von Amtsmüdigkeit kann keine Rede sein, ich habe meine Aufgabe in Ingersheim immer als Lebensstellung betrachtet und mich auch nie für eine andere hauptamtliche Funktion außerhalb unseres Ortes beworben.

 

Allein mein Gesundheitszustand, aufgrund dessen ich seit einigen Jahren in regelmäßiger Behandlung sein muss, hat mich auf aktuell einhelliges Anraten der behandelnden Ärzte, denen ich vieles zu verdanken habe, mit meiner Ehefrau übereinstimmend zu dieser Haltung geführt. Ich bin dankbar dafür, dass mir bis jetzt die Ausübung meiner beruflichen Tätigkeit in gewohnten Umfang möglich war. Im sechzigsten Lebensjahr stehend, würde die Beendigung einer weiteren Amtsperiode erst kurz vor dem 68. Geburtstag gegeben sein. Ein weiteres Amtieren, möglicherweise gesundheitsbedingt „auf Abruf“, entspricht weder den Ansprüchen, die ich persönlich an mich und meine Arbeit stelle, noch den Erwartungen, die Sie, zu Recht, an die Ausübung einer solchen Funktion, was den inhaltlichen und zeitlichen Einsatz anbelangt, haben.

 

Ich bedaure, dass mich ausschließlich diese Umstände dazu bewogen haben, eine solche Entscheidung treffen zu müssen. Eine Entscheidung, die mir offen gestanden, sehr schwer gefallen ist.

 

Für eine weitergehende rückwirkende Betrachtung ist es zu früh. Deshalb können und dürfen Sie davon ausgehen, dass ich mich für den Rest meiner Amtszeit und zwar bis zu deren Ende am 01. Mai 2020 in gewohnten Umfang einbringen möchte und das eine oder andere Anstehende gemeinsam mit einer Mehrheit im Gemeinderat und mit Ihnen weiter voranbringen möchte.

 

Mit einem herzlichen Dank für Ihr Verständnis

 

Ihr

 

Volker Godel