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Foto: Jochen Drexel

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Ingersheimer Amtsblatt

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

06.2020: Ein Fallensteller im Hinterhof in Ingersheim

30.06.2020

Der Ameisenlöwe, Insekt des Jahres 2010, ein auffallendes Phänomen der Natur

Hinter dem Haus, im überdachten, trockenen Sandboden am Rand der Scheune, lauert der Ameisenlöwe auf Beute. Er gehört zur Gattung der Netzflügler und befindet sich im Larvenstadium der Ameisenjungfer  Er ist unscheinbar, ca. 1,5 cm lang, bodenbewohnend und in seiner Farbe der Umgebung angepasst. Weltweit gibt es viele Arten des Ameisenlöwen, die sich teilweise sehr stark unterscheiden. Er gehört zu den bedrohten Arten. Er fängt Ameisen und andere Insekten mit einer verblüffenden Methode, baut im sandigen Grund Trichterfallen, die 3-6 cm breit und mehr als 3 cm tief sind. Um eine Falle scharf zu machen, benötigt er ½ Stunde, beim Bauen wirft er die ausgegrabenen Sandpartikel bis zu 30 cm weit . Wenn Beute in die Falle hineinläuft, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Dort wartet de Ameisenlöwe mit seinen großen Zangen, injiziert ein lähmendes Gift und saugt das Insekt aus. Sollte es versuchen, zu flüchten, wird es mit Sand beworfen und rutscht erneut in die Falle. Ist es ausgesaugt, wird die leere Hülle in hohem Bogen aus der Falle geworfen. 

In unserem Hof befinden sich mindestens 20 Trichterfallen, möglicherweise arbeiten mehrere Ameisenlöwen an diesem „Minenfeld“.

Wie wichtig es ist, freie Flächen im Garten und um das Haus für die Insekten bereitzuhalten, sieht man hier wieder an diesem praktischen Beispiel. „Betonierte“ Gärten sind nutzlos für die Tierwelt und befördern das Artensterben der Insekten.

Text (teilweise angelehnt an Wikipedia) und Foto Irene Heine; danke dafür.

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