Ingersheimer Amtsblatt

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Letzte Briefe aus Stalingrad

16.01.2018 – 03.02.2018

Vor 75 Jahren – zum Jahreswechsel 1942/43 – spielte sich eine der größten Tragödien der Militärgeschichte ab. Mindestens 700 000 Zivilisten und Soldaten wurden in der Schlacht von Stalingrad (dem heutigen Wolgograd) getötet. Sie begann im August 1942. Geführt wurde der deutsche Angriff auf Stalingrad von General Friedrich Paulus. Er befehligte die ca. 220 000 Mann starke 6. Armee und Teile der 4. Panzerarmee. Dazu kamen diverse rumänische und italienische Divisionen. Erst Anfang November gelang es den deutschen Einheiten, die fast völlig zerstörte Stadt unter Kontrolle zu bringen. Doch schon am 22. November war die 6. Armee von russischen Truppen eingekesselt. Die Versorgung aus der Luft erwies sich als völlig unzureichend bzw. undurchführbar, da sie nur noch über einen notdürftig hergerichteten Feldflugplatz erfolgen konnte.

Trotz aussichtsloser Lage lehnte Hitler Ausbruchsversuche oder Kapitulation kategorisch ab. Am 2. Februar 1943 erlosch der deutsche Widerstand. Von den insgesamt ca. 230 000 Soldaten konnten etwa        30 000, meist Verwundete, ausgeflogen werden. Ca. 110 000 mussten in sowjetische Gefangenschaft, die restlichen fielen, erfroren oder kamen durch Krankheiten ums Leben. Nur 6 000 Mann kehrten in ihre Heimat zurück.

 

In einer Lesung soll dieser Tragödie am

Samstag, 3. Februar um 19.00 Uhr im Rathaus Ingersheim

gedacht werden.

 

Vorgetragen werden Auszüge aus den ergreifenden, letzten Briefen, die aus dem Kessel ausgeflogen werden konnten. Tatsachenberichte aus der „Hölle von Stalingrad“, Auszüge aus Funksprüchen und Gesprächen im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ im damaligen Ostpreußen lassen die dramatischen Wochen vor dem Ende noch einmal in eindrucksvoller Weise lebendig werden.

Sprecher ist Peter Eichler, die musikalische Umrahmung übernimmt die Musikschule Bietigheim-Bissingen.

Der Eintritt zu dieser Lesung ist frei. Um eine Spende für das DRK wird jedoch gebeten.