Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

04.2021: Neuigkeiten aus der Natur

06.04.2021

04.2021: Meine Überwinterungsgäste sind ausgeflogen

Im letzten September habe ich zwei Schmetterlingsraupen in meinem Karottenbeet entdeckt. Aufgrund der Futterpflanze und dem Aussehen eindeutig: Schwalbenschwanz. Dieser Falterart überwintert als Puppe und schlüpft im Frühjahr – so die Info.

Mit Grünfutter ausgestattet, habe ich die Raupen in einen von meinen Nachbarkindern ausgeliehenen Glasbehälter auf die Terrasse gestellt. Schon fünf Tage später hatten sich die Raupen mit einem Tag Abstand verpuppt und hingen ab da reglos an einem „seidenen Faden“. Den ganzen Winter über war das ein unveränderter Anblick.

In der Woche vor Ostern, bei den sommerlichen Temperaturen geschah dann das Wunder. Nach sechs Monaten war aus der Puppe ein noch unförmiges Etwas geschlüpft. Ganz langsam entwickelte sich daraus ein wunderschöner Falter, der dann nach einigen Stunden in die Sonne flatterte. Und einen Tag später war auch der zweite so weit. Hoffentlich haben sie den Kälteeinbruch gut überstanden.

04.2021: Die Störche brüten wieder

Nachdem im letzten Jahr unsere Storchenlady zu Tode gekommen ist, war es abzuwarten, ob sich eine neue Paarung einfindet. Schon seit Ende Februar sind Störche im Wiesental gesichtet und zwischenzeitlich auch eindeutig am Brüten. Ein Beweisfoto des Rings liegt mir leider noch nicht vor. Aber es scheint so, als wäre der Storchenmann mit neuer Partnerin wieder da.

Bild von Hans-Jürgen Duchert 

04.2021: Die Bäume sind geschnitten

Die Obstbäume auf „unserer Wiese im Baumwasen“ sind wieder geschnitten.

Im Schuljahr 2008/09 haben wir mit der Streuobstwiesen-AG die gemeindeeigene Streuobstwiese im Baumwasen in unsere „Obhut“ genommen. Seither ist dies ein Lernort für naturinteressierte Grundschulkinder angeleitet von Martina Wonner und Karin Zimmer.

Von Anfang an war neben dem Besuch der Wiese auch der Erhalt der Bäume im Fokus. Nach einer Bestandsaufnahme war klar, dass für die großen und alten Bäume ein Verjüngungsschnitt lebensverlängernd sein kann. Von 2011-13 wurden dies von Stefan Seidl – einem ausgebildeten Baumpfleger - umgesetzt. Wenn stark in den Baum eingegriffen wird, braucht es noch zwei weitere Jahre um Wasserschosse, die an einer Schnittwunde treiben, zurückzunehmen und den Baum wieder im Wuchs zu beruhigen.

Aber nicht nur große und alte Bäume haben wir seinerzeit auf der Wiese vorgefunden. 2/3 des Bestandes waren junge und mittelgroße Bäume. Diese haben Martina Wonner, die als Gärtnermeisterin den Baumschnitt beherrscht und Karin Zimmer, nach absolvierter Fachwartausbildung, jährlich erziehend und erhaltend geschnitten. Zwischenzeitlich haben auch viele dieser Bäume eine stattliche Größe erreicht und in diesem Jahr konnten wir Stefan Seidl erneut gewinnen, uns nach Feierabend unterstützend zur Seite zu stehen.

Einige der alten Bäume sind abgegangen. Auffällig dabei ist, dass diese sich nahe den Bachläufen befinden, die bei Starkregen den Überlauf der Abwasserbecken aufnehmen müssen. Dieses Totholz haben wir vor Ort so belassen und auch das diesjährige Schnittholz.

Bedauerlich ist, dass einige der Obstsortenschilder abgerissen wurden.

Karin Zimmer, Vorsitzende BUND OV Ingersheim Tel.: 22 06 85

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