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Ingersheim informiert | 09.02.2024

LIEBE MITBÜRGERINNEN UND MITBÜRGER, NOTFALLVORSORGE BETRIFFT UNS ALLE!

Wie bereits angekündigt möchten wir Ihnen einen Einblick zu Vorsorge und Selbsthilfe in verschiedenen Krisenlagen bieten:

Wie können Sie sich auf Situationen wie Unwetter, Hochwasser, oder einen Stromausfall vorbereiten?

Wie werden Sie bei Gefahr gewarnt und wie können Sie sich informieren?

Wie können Sie sich selbst und anderen helfen?

TEIL 3: Was tun bei…

Sich in einer Notsituation richtig zu verhalten – das ist keine einfache Angelegenheit. Befinden Sie sich in einer solchen Situation, sollte jeder Handgriff sitzen. Beispielsweise bleiben Betroffenen bei einem Brand in der Regel nur 120 Sekunden Zeit, sich aus dem Gebäude zu retten. Umso wichtiger ist es, im Ernstfall zu wissen, was (nicht) zu tun ist.

Feuer!

Ø Versuchen Sie sofort den Brandherd „im Keim“ zu ersticken.

  • Unternehmen Sie nur dann Löschversuche, wenn keine Gefahr besteht!
  • Brennendes Fett oder andere flüssige Brennstoffe nie mit Wasser löschen! Dadurch kann eine sehr hohe Stichflamme entstehen – das ist lebensgefährlich! Wenn es ohne eigene Gefährdung möglich ist, stellen Sie die Energiequelle ab, oder nehmen Sie die Pfanne von der Kochplatte. Legen Sie einen Deckel auf die Pfanne, um das Feuer zu ersticken. Verwenden Sie nur spezielle Feuerlöscher, die für Fettbrände geeignet sind (Brandklasse F)
  • Schalten Sie elektrischen Strom vor Löschbeginn im Gefahrenbereich ab! Es besteht Stromschlag-Gefahr!
  • Löschen Sie immer von unten nach oben und von der Seite zur Mitte hin!
  • Betreten Sie niemals verqualmte Räume (Bildung giftiger Brandgase)! Sollten Sie sich in einem verqualmten Raum befinden, so bewegen Sie sich kriechend auf dem Boden vorwärts. Schließen Sie die Tür von außen und alarmieren Sie die Feuerwehr.

Ø Löschversuche sind nicht möglich?

  • Falls ohne eigene Gefährdung möglich: Schließen Sie die Fenster des Raumes. Wenn nicht, verlassen Sie sofort den Raum.
  • Die Tür des Raumes, in dem es brennt , schließen (aber NICHT abschließen!). So wird dem Feuer Sauerstoff entzogen.

Ø Rufen Sie die 112 an und melden Sie:

  • Wo ist der Notfallort?
  • Was ist passiert?
  • Wer ruft an?
  • Warten Sie auf Rückfragen!

Ø Warnen Sie andere Personen in der Wohnung oder im Haus und bringen Sie sich und andere in Sicherheit.

  • Achten Sie darauf, dass keine Person zurückbleibt.
  • Wenn Sie Ihr Notgepäck vorbereitet und griffbereit haben, nehmen Sie es mit. Bringen Sie sich jedoch unter keinen Umständen in Gefahr, indem Sie versuchen, Gegenstände vor den Flammen zu retten! Die Sicherheit von Personen geht immer vor!
  • Alle Türen schließen, aber nicht abschließen, um ein schnelles Absuchen zu unterstützen.
  • Brandschutztüren und Brandabschnittstüren sind selbstverständlich geschlossen.
  • Halten Sie die Schlüssel für Räume oder Fenster, die sich nur mit Schlüssel öffnen lassen, für die Einsatzkräfte bereit.
  • Prüfen Sie nach Verlassen des Gebäudes, ob wirklich alle Personen aus der Wohnung oder dem Haus in Sicherheit sind. Bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese noch im Gebäude und somit in Gefahr befindet.

Ø Auf die Feuerwehr warten und den Einsatzkräften die Räumlichkeiten, Personen in Gefahr oder Gegenstände, die explodieren können, beschreiben.

Unwetter!

Unwetter gehören zu den häufigeren Krisen und treten in ganz Deutschland auf. Der Vorteil ist, dass Sie sich im Gegensatz zu anderen Krisen zu einem gewissen Grad vorhersagen lassen. Achten Sie darum auf die Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen in Rundfunk und Fernsehen, auf der Seite des DWD (https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html) und auf der Warnapp NINA.

Bauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Unwetterschäden können Sie zusätzlich zu dem in Teil 2 vorgeschlagenen Notvorrat umsetzen, oder Ihrem Vermieter vorschlagen:

Ø Lassen Sie die Dachdeckung mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung sichern.

Ø Beugen Sie Dachlawinen mit Schneefanggittern vor (bei Dachseiten über Bürgersteigen vorgeschrieben!)

Ø Flachdächer und weit gespannte Decken sind durch das Gewicht großer Schneemengen möglicherweise einsturzgefährdet

Ø Lassen Sie bei geneigten Dächern Windrispen in kreuzweiser Anordnung anbringen.

Ø Bäume in Hausnähe können bei einem Sturm umstürzen oder größere Äste das Haus beschädigen. Treffen Sie Sicherungsmaßnahmen und lassen Sie umsturzgefährdete Bäume entfernen.

Ø Sichern Sie Markisen und Überdachungen gegen Stürme.

Ø Sorgen Sie für eine Möglichkeit, bewegliche Gegenstände (zum Beispiel Gartenmöbel, Sonnenschirme, Fahrräder) bei einem Sturm gesichert unterzustellen.

Ø Lassen Sie die Elektroanlage hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung) kontrollieren und ergänzen.

Ø Installieren Sie Blitzableiter. Für gefährdete Geschosse sollte es komplett getrennte Stromkreise geben, die bei Bedarf vollständig stromlos geschaltet werden können.

Wenn das Unwetter da ist …

Ø Bleiben Sie Zuhause!

  • Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster und Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern.
  • Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.
  • Suchen Sie einen innen liegenden Raum im Erdgeschoß auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensgefährlichen Fallen werden können.
  • Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie zum Beispiel Hallen.
  • Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz, oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.

Ø Im Freien

  • Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder umherfliegenden Gegenständen getroffen werden könnten.
  • Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
  • Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit einer Tasche/Rucksack, Händen oder übriger Kleidung!
  • Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude. Wenn kein schützendes Gebäude in Sicht ist, gehen Sie mit eng zusammenstehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
  • Meiden Sie bei Gewitter offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.
  • Halten Sie bei Gewitter zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.
  • Vermeiden Sie bei Gewitter die Berührung von Gegenständen mit Metallteilen, wie Regenschirme und Fahrräder.

Ø Im Auto

  • Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug, aber berühren Sie keine blanken Metallteile.

Ruhe? Nach dem Sturm…

Ø Helfen Sie verletzten Personen und alarmieren Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst (112)

Ø Wenn Ihr Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde. Halten Sie ausreichen Abstand.

Ø Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn sie nicht feucht geworden sind.

Ø Vorsicht beim Betreten von Wäldern! Auch nach einem Sturm können Sie von herabstürzenden losen Ästen oder umgeknickten Bäume verletzt werden. Befolgen Sie die Anweisungen von Behörden und informieren Sie sich im Zweifel bei Ihrer Gemeinde, ob ein Betreten sicher ist.

Was Sie bei Hochwasser und Stromausfall tun können erfahren Sie im nächsten Teil.

(Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bevölkerungsschutz Landratsamt Ludwigsburg)

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