Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. | 22.01.2026
Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e. V. erläutert, wie Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung zusammenhängen.
Schimmel in Wohngebäuden birgt gesundheitliche Risiken und verursacht Schäden am Gebäude. Viele Personen versuchen der Pilzentwicklung durch stärkeres Heizen entgegenzuwirken. Dadurch entstehen unnötig hohe Kosten– Schimmelpilze fühlen sich in sämtlichen Bereichen zwischen 0° und 40° Grad wohl. Temperatur alleine wirkt Schimmelbildung nicht entgegen. Entscheidend ist die relative Feuchte (rF) der Luft.
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Sinkt die Temperatur in einem Raum, steigt bei gleichbleibender Feuchte die rF. In kälteren Bereichen ungedämmten Außenwänden kühlt die Raumluft plötzlich sehr schnell ab. Die Wassermenge kann von der Luft an diesen Stellen nicht mehr gehalten werden; die rF steigt auf über 100% und es bildet sich Kondenswasser an den Oberflächen aus – der perfekte Nährboden für Mikroorganismen. Die meisten Schimmelpilze fühlen sich bereits bei 80 % rF wohl, einige sogar bei 70%. Es ist empfehlenswert die rF dauerhaft unter 60% zu halten, um Schimmelbildung zu verhindern. Mithilfe eines Thermo-Hygrometers kann der Wert in einzelnen Räumen gemessen werden.
Die Feuchtigkeit selbst kommt über viele Quellen ins Haus: Kochen, Duschen, bloßes Atmen. Um die relative Luftfeuchte zu reduzieren, gibt es nur einen Weg: Regelmäßiges Lüften – manuell oder über eine Lüftungsanlage. In Einzelfällen ist es aus baulichen oder anderen Gründen nicht möglich, die rF durch Lüften ausreichend zu reduzieren. Hier kann es sinnvoll sein, die Temperatur einzelner Räume nicht unter 16 Grad fallen zu lassen. Dadurch kann die Raumluft mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Die Reduktion der Luftfeuchtigkeit sollte aber immer im Fokus stehen.
Schimmelprobleme? Unter 07141 68893-0 können Sie einen Termin zur kostenlosen Erstberatung vereinbaren, um sich über Dämmmaßnahmen oder den Einbau einer Lüftung zu informieren.
