Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. | 30.01.2026
Schimmel in der Ecke? Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. erklärt was Wärmebrücken sind und warum sie die Entstehung von Schimmel begünstigen.
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen von innen mehr Wärme nach außen abfließt als üblich. Dieser Effekt kann aus unterschiedlichen Gründen eintreten. Beispielsweise können an Balkonanschlüssen oder Rollladenkästen einzelne Bauteile ungedämmt sein. Wärmeenergie wird an diesen Stellen schneller nach außen geleitet. Wenn warm-feuchte Raumluft auf die kalten Oberflächen trifft, kühlt sie an diesen Stellen rasch ab und kann ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten. Das entstehende Kondenswasser begünstigt die Bildung von Schimmelpilzen.
Unabhängig von Baumaterial und handwerklichem Geschick sind auch geometrische Elemente wie Gebäudeecken und -kanten klassische Wärmebrücken. Ihre kalten Außenseiten haben eine größere Oberfläche als die wärmeren Innenseiten. Gleichzeitig kann Luft an Ecken und Kanten schlechter zirkulieren; Feuchtigkeit trocknet langsamer ab. Gebäude mit unzureichender Wärmedämmung sind besonders häufig von Schimmelbildung betroffen – das trifft auf die meisten Wohngebäude zu, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut wurden. Der nachträgliche Einbau dicht schließender Fenster führt bei unzureichender Dämmung außerdem dazu, dass der Luftwechsel kleiner und dabei weniger Feuchtigkeit abgeführt wird - das Schimmelrisiko steigt weiter.
Um Wärmebrücken und mangelhafte Dämmungen durch Fachpersonal sichtbar zu machen, wird mithilfe einer Wärmebildkamera die Temperatur am Gebäude gemessen und farblich dargestellt. Eine sorgfältige Dämmung sorgt dafür, dass die Wärme im Inneren bleibt und die Oberflächentemperaturen gleichmäßiger und wärmer werden. Neben der Schimmelprävention sinken die Heizkosten und es entsteht ein behaglicheres Raumklima.
Termine für eine kostenlose Erstberatung zu baulichen Verbesserungen können unter 07141 68893-0 vereinbart werden.
