Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. | 06.02.2026
Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e. V. gibt Tipps, durch welche einfachen Maßnahmen das Schimmelrisiko auch ohne bauliche Veränderungen reduziert werden kann.
Lüften und Feuchtigkeitskontrolle
Da Schimmel vor allem bei hoher, relativer Raumluftfeuchte (rF) über 60 Prozent entsteht, sollte täglich mehrmals 4-7 Minuten am Stück gelüftet werden. Im Optimalfall wird hierfür ein Durchzug geschaffen. Dauerlüften mit gekipptem Fenster sollte auf wärmere Jahreszeiten beschränkt werden. Auch bei Regen kann gelüftet werden, solange kein Niederschlag eindringt – kalte Außenluft enthält oft weniger Feuchtigkeit als warme Innenluft. Wird beim Duschen, Wäschetrocknen oder Kochen die relative Raumluftfeuchte stark erhöht, Fenster zügig öffnen und nasse Flächen abziehen oder trockenwischen.
Möbel und Dekorationen
Möbel die dicht an der Wand stehen, behindern den Luftaustausch. Ist die relative Raumluftfeuchte zu hoch, kondensiert sie hinter den Möbeln an Außenwänden, da diese stark abkühlen können. Vorbeugend sollten massive Möbel wie Schränke gar nicht an Außenwände gestellt und grundsätzlich einige Zentimeter abgerückt werden. Auch TV-Geräte, Vorhänge und andere Dekorationselemente lassen sich mit einfachen Hilfsmitteln etwas von der Wand entfernt anbringen. Zudem können am Fuß massiver Möbel Lüftungsgitter für eine bessere Durchlüftung verbaut werden. In der Küche ist zudem der Einbau eines Dunstabzuges sinnvoll.
Heizverhalten und Raumtemperatur
Die Temperatur sollte in schimmelanfälligen Räumen nicht unter 16 °C fallen. Weniger beheizte Räume sind durch geschlossene Türen vom Rest der Wohnung zu trennen. Häufiges Lüften ist oft hilfreicher als stärker zu Heizen.
Neben Schimmel-Tipps beraten die Energieberatenden der LEA auch zu Fragen rund um die passende Heizung. Kostenfreie Termine gibt es telefonisch unter 07141-688930.
