Partnerschaft | 24.03.2026
Die Bürgermeisterin in der elsässischen Partnergemeinde von Ingersheim, Denise Stoeckle, bleibt auch nach den jüngsten Kommunalwahlen in Frankreich im Amt. „Ein starkes Ergebnis“, kommentierte Bürgermeisterin Simone Lehnert den Wahlausgang in der Partnergemeinde. Denise Stoeckle habe ein gutes Gespür und die Partnerschaft sei ihrer Amtskollegin wichtig. Spannend werde nun sein, wer nach Jean-Marc Bettinger, der bislang für die Partnerschaft zuständig war, künftig diese Aufgabe übernehmen wird.
Die Bürgerinnen und Bürger in der Partnergemeinde konnten in drei Wahllokalen ihre Stimmen abgeben. Unter anderem in der Villa Fleck und im Alten Rathaus, ein Ausweichwahllokal für die Mehrzweckhalle, die derzeit renoviert wird.
Bei der Wahl im elsässischen Ingersheim waren insgesamt 3321 Wähler registriert. Von ihnen gaben 1694 ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von rund 51 Prozent entspricht. Bei der Auszählung der Stimmen nach Listen ergab sich laut offiziell veröffentlichter Mitteilung der elsässischen Gemeinde ein klares Ergebnis: Die Liste von Denise Stoeckle konnte mit 1211 Stimmen eine deutliche Mehrheit von rund 72 Prozent erreichen. Demgegenüber erhielt die Liste von Florian Picavet 483 Stimmen, was einem Anteil von etwa 28 Prozent entspricht. Damit setzte sich die Amtsinhaberin klar gegen ihren Mitbewerber durch. Stoeckle ist seit 2020 Bürgermeisterin und war Nachfolgerin von Mathieu Thomann.
Mit seiner Liste „Ingersheim, lebendig und engagiert“, schlug der 40-jährige Florian Picavet Veränderung in der Partnergemeinde vor. Er wollte unter anderem einen „echten“ Wochenmarkt schaffen, die Gemeindepolizei weiterentwickeln, Bezirksräte bilden und Kultur zurück in die Villa Fleck bringen.
Denise Stoeckle fiel es dagegen nicht schwer, weitere Kandidaten zu finden, um ihre Liste zu vervollständigen, die bereits zu zwei Dritteln aus bisherigen Mandatsträgern bestand. Auch wenn sie den Weggang von Finanzdezernent Jean-Marc Bettinger bedauerte, könne sie sich auf mehrere erfahrenen Dezernenten stützen, um die Arbeit fortzusetzen, sagte sie gegenüber der im Elsass weit verbreiteten Zeitung Dernières Nouvelles d’Alsace. Im Mai findet mit Teilnehmern beider Kommunen eine Wanderung im Elsass statt, bis dahin könnte dann auch die Nachfolge Bettingers geregelt sein.
Text und Foto. Jörg Palitzsch
