Turnverein Ingersheim e.V. | 30.05.2026
Siebzehn Teilnehmerinnen der Gymnastikgruppe „50 Plus“ nahmen am jährlichen Tagesausflug bei sonnigem Wetter teil. Helga Krönes hatte ein lohnenswertes Ziel nach Murrhardt gut vorbereitet.
Ein Gründernachkomme des naturkundlichen Carl-Schweitzer-Museums erwartete die Gruppe im Museum in der Nähe des Rathauses zur Stadtführung. Rasch ging es über die Klosteranlagen mit Wasserfontäne und viel Grün hinauf zur Walterichskirche. An der nördlichen Außenwand öffnete der Führer ein hölzernes Gehäuse, das die Szene am Ölberg darstellt. Es wurde 1520 von der Sebastiansbruderschaft gestiftet. Die Figuren aus Holz sind farbig bemalt. Die Farbe und die Kleidung deuten auf die Gesinnung der dargestellten Personen hin. Die Kirche kann zu Beerdigungen durch alle Glaubensrichtungen benützt werden. Über die Pilgertreppe ging es hinunter ins Ortszentrum. 900 Jahre lang diente die Treppe als Weg zum Friedhof und als Bußweg. Dann verfiel sie. Durch ein großes bürgerschaftliches Engagement wurde sie wieder errichtet. Beeindruckend ist die Walterichskapelle, die an die Stadtkirche angebaut ist. Man vermutet, dass sie als Stiftung des Stauferkaisers Friedrich II um 1230 gebaut wurde.
Nach der Mittagspause bei gutem Essen konnte jede ihre Freizeit noch selbst gestalten: Das Schweitzer-Museum besuchen, die städtische Kunstsammlung mit Bildern von Heinrich von Zügel und Reinhold Nägele betrachten, oder einfach durch den Ort mit seinen vielen Fachwerkhäusern und alten Gastwirtschaften flanieren.
Viele Persönlichkeiten hat Murrhardt hervorgebracht, ob Künstler, Politiker oder Erfinder. Die schöne Landschaft trug zur Inspiration bei.
