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Ingersheim informiert | 10.07.2026

Am Dienstag, 14. Juli, 18 Uhr im Annemarie-Griesinger-Saal der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen:

Skoliosen bei Kindern, Jugendlich und Erwachsenen

Informationsveranstaltung für Patientinnen, Patienten und Interessierte

Eine Skoliose ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule, die durch eine seitliche Verkrümmung und eine
Verdrehung der Wirbelkörper gekennzeichnet ist. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von
angeborenen Fehlbildungen über Muskel- und Nervenerkrankungen bis hin zu Unfallfolgen. In rund 90
Prozent der Fälle bleibt die Ursache jedoch unbekannt. Diese sogenannte idiopathische Skoliose tritt
besonders häufig im Kindes- und Jugendalter auf.

Da eine Skoliose anfangs meist keine Beschwerden verursacht, wird sie häufig erst zufällig entdeckt –
beispielsweise durch Eltern oder im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. Unbehandelt kann die
dauerhafte Fehlstellung im Laufe der Jahre zu einer vorzeitigen Abnutzung der Wirbelsäule führen und
chronische Beschwerden verursachen. Bei ausgeprägten Verkrümmungen können zudem die Funktion
der inneren Organe und die körperliche Belastbarkeit beeinträchtigt werden.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und wird bei Bedarf durch
bildgebende Verfahren ergänzt. Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ursache und Schweregrad der
Erkrankung. In frühen Stadien stehen physiotherapeutische Maßnahmen im Vordergrund. Bei
fortschreitender Verkrümmung kann eine Korsettbehandlung erforderlich sein, während bei schweren
Formen eine operative Korrektur in Betracht kommt.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 14. Juli, um 18 Uhr im Annemarie-Griesinger
Saal der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen informiert Dr. Stefan Krebs, Ärztlicher Direktor des
Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie, über Ursachen, Diagnostik und moderne Behandlungsmöglichkeiten
der Skoliose bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei stellt er sowohl konservative
Therapieverfahren als auch operative Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu modernen Implantatsystemen
vor.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Gelegenheit zu Diskussion und Fragen. Die Teilnahme ist
kostenlos.