Schillerschule | 24.07.2026
Zum Ende des Schuljahres am Freitag, den 17. Juli 2026, erlebte die Schillerschule
in Ingersheim ein ganz besonderes Ereignis: Ein gemeinsames Konzert aller
Schülerinnen und Schüler zusammen mit dem international erfolgreichen
Countertenor Nils Wanderer. Dieses Herzensprojekt, das unter dem inspirierenden
Zitat von Marilyn Manson stand „Musik ist die stärkste Form der Magie!“, wird allen
Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.
Ein außergewöhnliches Projekt nimmt Gestalt an
Die Idee, ein solches Konzert auf die Beine zu stellen, entstand bereits Anfang des
Jahres und wurde mit viel Begeisterung verfolgt. Die ersten vorsichtigen Proben
fanden im März 2026 statt, wenige Wochen bevor Nils Wanderer sein großes Debüt
an der renommierten Metropolitan Oper in New York im Juni gab. Trotz seines
internationalen Erfolgs und der damit verbundenen Verpflichtungen nahm sich Nils
Zeit, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Schillerschule zu singen
und zu musizieren.
Während der Frühjahrs- und heißen Sommermonate übte das Kollegium engagiert
weiter, sodass die Kinder ihre Stücke text- und melodiesicher beherrschten. Manch
ein Lehrer erinnert sich, wie bei hohen Temperaturen aus den geöffneten
Klassenzimmerfenstern schon einmal eine Melodie hinaustönte und spontan von
Kindern in anderen Klassenzimmern gehört und mitgesungen wurde – ein magischer
Moment, der den Geist des Projekts eindrucksvoll einfing.
Proben unter freiem Himmel und ein wetterbedingter Ortswechsel
Geplant war, das Konzert auf dem Schulhof durchzuführen, was zum
Gemeinschaftserlebnis im Freien bestens gepasst hätte. Doch am Tag der
Veranstaltung zeigte sich der Himmel unbeständig, und letztlich zwangen Regenfälle
das Organisationsteam dazu, kurzfristig in die katholische Kirche auszuweichen, die
ihre Türen großzügig öffnete.
Der Tag begann zwar mit Wolken und Sonnenschein, doch pünktlich um 17 Uhr
setzte der Regen ein. Dennoch starteten die Bläserklassen der Jahrgänge 3 und 4
gemeinsam mit den Cajon-Schülerinnen und Schülern mit ihrem Beitrag unter der
Leitung von Sandra Kaltenbrunn und KJ Sung von der Musikschule Bietigheim
Bissingen kraftvoll und voller Freude. Sie zeigten eindrucksvoll, was in zwei Jahren
intensiven Instrumentalunterrichts erreicht werden kann.
Daraufhin begeisterte die Akkordeongruppe unter der Leitung von Britta Schwarzien
mit einem humorvollen Beitrag über eine kleine Krabbe. Kurz darauf setzte draußen
heftiger Regen ein, und ein Fußweg von etwa fünf Minuten zur Kirche stand bevor.
Durch das starke Gemeinschaftsgefühl in Ingersheim organisierte die Feuerwehr
schnell und unkompliziert einen Shuttleservice. Der Mannschaftswagen, ergänzt
durch einen privaten Bus und den Bürgerbus, brachte die Kinder sicher und trocken
zur Kirche – ein weiteres Zeichen für das enge Miteinander in der Gemeinde.
Ein musikalisches Erlebnis trotz kleiner Herausforderungen
In der Kirche herrschte kurzzeitig eine leichte Unruhe, als einige Gäste miteinander
ins Gespräch kamen. Das Programm begann jedoch pünktlich und ohne
Unterbrechung. Während Nils Wanderer mit dem wundervollen Stück „Viva la Vida“
von Coldplay startete, nahmen die Kinder ihre Plätze ein und fügten sich harmonisch
in das Geschehen ein. Was die Besucher nicht bemerkten: Einige Feuerwehrleute
unter den Zuschauern wurden während der Vorstellung zu einem Einsatz gerufen.
Der letzte Transport der Kinder musste deshalb kurzfristig abgebrochen werden.
Glücklicherweise konnte der Einsatz schnell und ohne Komplikationen beendet
werden, sodass die Feuerwehrleute rechtzeitig zur Kirche zurückkehrten.
Das Konzert setzte sich mit weiteren bekannten Stücken fort: „We Are the World“ und
das gemeinsam gesungene „Ein Hoch auf uns!“ schwangen emotional durch den
Kirchenraum. Mit „Memory“ aus dem Musical „Cats“ und Händels „Lascia chio
pianga“ entführte Nils Wanderer das Publikum auf eine akustische Klangreise voller
Tiefe und Schönheit. Die exzellente Akustik der Kirche trug maßgeblich dazu bei,
dass die Melodien besonders eindrucksvoll wirkten und die Stimmung stets stieg.
Zwischen den Stücken wurden von Schülerinnen und Schülern erstellte Mantras
eingespielt, die als verbindendes Element zwischen Generationen und Nationalitäten
dienten und so die Botschaft von Freundschaft, Respekt und Zusammenhalt auf
besondere Weise verstärkten.
Ein besonderer Abschluss voller Begeisterung
Begleitet von Maximilian Strasser am Klavier spornte Nils Wanderer die Kinder zu
Höchstleistungen an, wofür sie mit tosendem Applaus der Zuschauer belohnt
wurden. Die Zugabe „Ein Hoch auf uns!“ rundete das festliche Programm ab.
Anschließend ging es mit dem Lied „Heute ist ein schöner Tag“ hinaus vor die Kirche,
wo unter der liebevollen Leitung von Christine Burk und Melanie Männer das
„Gesunde Pausenbrot“ wartete – ein gelungener Rahmen, um das gelungene Fest
gemeinsam ausklingen zu lassen.
Eine ausgiebige Autogrammstunde mit Nils Wanderer vor der Kirche war ein
Highlight für viele Gäste, die ihre Begeisterung und Wertschätzung mit persönlichen
Worten und Erinnerungen unter Beweis stellten.
Ein gelungenes Projekt und ein emotionaler Abschied
Das Wetter hatte sich beruhigt, und alle Kinder konnten glücklich und zufrieden in
Begleitung ihrer Eltern nach Hause gehen. Es war ein Tag voller magischer
Momente, der zeigte, wie bereichernd Musik für Gemeinschaft und persönliche
Entwicklung sein kann.
Schulleiterin Annette Conrad dankte am Ende der Veranstaltung allen Beteiligten
herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement. Mit großer Hochachtung und
Dankbarkeit verabschiedet sie sich Ende Juli in den Ruhestand – ein würdiger
Abschluss eines außergewöhnlichen Schuljahres und dieses einmaligen Projekts.
Die Begegnung mit Nils Wanderer bleibt für die Schillerschule ein leuchtendes
Beispiel dafür, wie Musik Brücken bauen und Herzen verbinden kann – echte Magie,
die in jedem Ton spürbar war.

