Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge

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Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge | 16.10.2026

Volksbund dankt Bundeswehr und Reserve

Stuttgart: 8. 10.26 Bei der Feierstunde am Donnerstagabend im Neuen Schloss in Stuttgart dankten Innenminister Manuel Hagel und der Landesvorsitzende des Volksbundes, Guido Wolf, MdL, den zahlreichen Sammlerinnen und Sammlern, die sich im vergangenen Herbst bei der jährlich stattfindenden Haus- und Straßensammlung zugunsten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Baden-Württemberg engagiert haben. Besonders wurde der Einsatz der Bundeswehr und des Reservistenverbands in Baden-Württemberg gewürdigt, die gemeinsam ein Sammelergebnis von 309.772 € erzielt haben.

Neben Sammlerinnen und Sammlern der Bundeswehr und der Reserve wurden Freiwillige Feuerwehren für ihren verlässlichen Einsatz für die Volksbundarbeit geehrt. Das Sammelergebnis wäre ohne die Großzügigkeit der Bevölkerung nicht erreichbar gewesen.

Im Bezirksverband Nordwürttemberg, der dem Regierungsbezirk Stuttgart entspricht, sammelt die Jugendfeuerwehr Ingersheim Lauda schon seit vielen Jahren verlässlich für den Volksbund. Wann das erste Mal durch die Jugendfeuerwehr das erste Mal gesammelt wurde, lässt sich dieser nicht mehr verlässlich rekonstruieren: Der ehemaligen Bürgermeister Martin Maier meinte, dass die Sammlung übernommen wurde, als die Hauptschule in Ingersheim aufgelöst wurde. Dies war 1978 und er fragte damals die Feuerwehr, ob sie die Sammlungen durchführen würden. Ob das da schon die Jugendfeuerwehr leistete, wusste er nicht mehr. Auf jeden Fall ist dieses verlässliche Engagement für den Volksbund sehr besonders, auch hinsichtlich der Spendensumme, die zusammenkommen: In den letzten Jahren wurde immer um die 1.500 € pro Sammlung erbeten. Der Jugendfeuerwehr Ingersheim wurde für dieses besondere Engagement die Medaille des Volksbundes „Albert Schweitzer“ verliehen. Neben Vertreter der Feuerwehr wie der Leiter der Jugendfeuerwehr, Alexander Mann, waren auch Bürgermeisterin Simone Lehnert wie auch der Ortsbeauftragte des Volksbundes Harald Schnabel bei der Ehrung anwesend.

Das gespendete Geld wird für die Pflege von deutschen Kriegsgräbern im Ausland verwendet. Diese Kriegsgräber sind nicht nur individuelle Gräber, sondern auch Mahnmale für den Frieden. Als Friedensorganisation sieht der Volksbund es als seine Aufgabe an, gerade heutzutage an die Folgen von Krieg und Gewalt zu erinnern. Daher wird auch ein Teil des Geldes für die intensive Jugend- und Friedensarbeit verwendet.

Auch wenn in Lauda-Königshofen eine Sammlung stattfindet, freut sich der Volksbund über jede weitere Unterstützung. Interessierte melden sich bitte unter (07 11) 62 18 26.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre und gemeinnützige Organisation, die im Auftrag der Bundesregierung die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland erfasst, erhält und pflegt. Diese Kriegsgräberstätten sind nicht nur Orte des individuellen Gedenkens, sondern auch Mahnmale für Frieden und Versöhnung.

Als Friedensorganisation erinnert der Volksbund an die Folgen von Krieg und Gewalt – eine Aufgabe, die gerade in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung ist.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Volksbundes ist die Jugend- und Bildungsarbeit. In internationalen Workcamps, schulischen Projekten und Bildungsangeboten setzen sich junge Menschen aktiv mit Geschichte, Erinnerungskultur und Friedensfragen auseinander. Dabei entstehen Räume für Begegnung, Austausch und Verständigung über Grenzen hinweg – ein wichtiger Beitrag zur Förderung eines verantwortungsvollen und friedensorientierten Miteinanders.

Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag handelt, finanziert er seine Arbeit überwiegend durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.

Landesregierung Baden-Württemberg. Von rechts: Harald Schnabel; Simone Lehnert, Alexander Mann, Mitglieder Jugendfeuerwehr
Landesregierung Baden-Württemberg. Von rechts: Harald Schnabel; Simone Lehnert, Alexander Mann, Mitglieder Jugendfeuerwehr