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Foto: Jochen Drexel

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Ingersheimer Amtsblatt

ARCHIV: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

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Apfelsaftaktion 2018 - Rekordernte

16.10.2018 – 30.10.2018

196 Boxen für die Ingersheimer Kinder

Seit 2009 werden alljährlich auf einer gemeindeeigenen Streuobstwiese im Baumwasen/Wiesental - organisiert von der Ingersheimer BUND-OV Vorsitzenden Karin Zimmer und der Bietigheimer Naturpädagogin Martina Wonner – traditionell Äpfel aufgelesen, um daraus mit einer mobilen Saftpesse Apfelsaft machen zu lassen.

Dass die Apfelsaftaktion beliebt ist, zeigen die hohen Anmeldezahlen. Nach reiflicher Überlegung entschieden sich die beiden Organisatorinnen den Jüngsten abzusagen, wodurch dennoch eine stolze Gruppe von 40 Grundschulkindern verblieb.

Die Kinder waren pünktlich am Schulhof, um gemeinsam und mit elterlicher Unterstützung zur Streuobstwiese ins Wiesental zu marschieren. Zusätzlich waren spontan zwei Jugendliche, die die Aktion aus den vergangenen Jahren kannten, als Helfer gekommen.

Dort angekommen, erläuterte Karin Zimmer den Kindern die Aufgabe, machte sie mit den Hilfsmitteln vertraut und auf Brennesseln und Wespen aufmerksam.

Dann ging es los: Mit großen Rüttelstangen schüttelten helfende Hände die noch auf den Bäumen hängenden Äpfel herunter. Deckung war angesagt, denn von den alten Brettacher-Bäumen hagelte es Äpfel, die im Einzelnen mehr als 300g auf die Waage brachten.

Mit Eimern ausgestattet sammelten die Mädels und Jungen die Äpfel ein. Faulige Äpfel gab es nicht viel, denn Karin Zimmer hatte schon in den vorausgegangenen Wochen die Vorlese gemacht und rund um die Bäume nochmals zusätzlich gemäht.

Auch weil nicht absehbar war, ob die Menge der Äpfel bis in den Oktober hinein oben blieben, hat sie schon im September beim Saftmobil pressen lassen.

Die Hauptlese war natürlich jetzt mit den Schulkindern. Die Rückrechnung aus den Saftboxen ergab, dass die Schulkinder in einer starken Stunde rund 1.200 kg Äpfel in die Säcke gefüllt und zum Transport zur mobilen Saftstation aufgeladen hatten.

Aber auch mit der Brechstange wurde geerntet. In diesem Jahr hingen zwei Bäume mit „Öhringer Äpfel“ noch so voll, dass diese leicht erreichbar waren. Zwei kleine Körbe wurden für den kommenden Fussball-Spieltag gefüllt und eine weitere Kiste wartet noch darauf verbraucht zu werden.

Nach einer guten Stunde war das meiste getan. Zur Vesperpause mit leckeren Laugenstangen und Apfelsaft aus den beiden letzten Saftboxen der vorjährigen Aktion wurden auch jede Menge Äpfel zerteilt und verspeist.

Dann ging es hinüber zum Parkplatz an der Fischerwörth-Sporthalle. Dort waren wir für 15:45 Uhr zum Pressen angemeldet.

Jetzt mussten wir unsere Säcke einen nach dem anderen auf das Förderband entleeren. Von dort aus werden die Äpfel gewaschen, geraspelt und anschließend gepresst. Der so erzeugte Saft wird erhitzt und in 5l-Boxen abgefüllt.

Für die fertigen Boxen hatte Karin Zimmer Etiketten vorbereitet, damit abschließend jedes der teilnehmenden Kinder eine Box mit nach Hause nehmen durfte.

Da wir viel mehr als die angemeldeten 400 kg Äpfel geerntet hatten, konnte ein Teil erst ganz zum Schluss des Tages gepresst werden. Hier war dankenswerterweise ein Vater bis zum Schluss dabei und half uns bei allen Aufräumarbeiten.

Unser Ergebnis kann sich sehen lassen: aus 1200 kg Äpfel haben wir 143 Saftboxen erhalten. Dazu kommen noch 53 Boxen vom September. Damit kommen neben den teilnehmenden Kindern auch alle Schulklassen, die Schulkind-Betreuung und auch das „Gesunde Pausenbrot“ in den Genuss unseres leckeren Apfelsafts.

Danke an alle, die mitgeholfen haben und auch an die Gemeinde, die die Kosten der Versaftung übernommen hat.